Aufzugsbetriebssicherheit: Was Sie als Betreiber über das Notrufsystem wissen sollten!

Aufzüge sind mit Sicherheitseinrichtungen auf höchstem technischem Niveau ausgestattet. Unvorhergesehene Betriebsstörungen und Zwischenfälle lassen sich jedoch nicht immer vermeiden. Deshalb ist es wichtig, in einer kritischen Situation einen Notruf in Aufzügen zu haben.

Ob Stromausfall, technisches Problem oder eine andere Situationen – die Angst des Fahrgastes im Lift ist häufig sehr groß. Daher muss man schnell, klar und einfach kommunizieren können. Aus diesem Grund sind also zuverlässige Notrufsysteme zwingend erforderlich.

Kurzum, Betreiber benötigen daher eine kompetente Beratung, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften garantieren und die Sicherheit verifizieren lassen zu können.

GF, Szostecki GmbH

Neufassung der BetrSichV:

Die Neufassung der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) für Aufzüge vom 01.06.2015 hat die Vorschriften für Aufzugbetreiber verschärft.

Moderne Notrufsysteme sind Pflicht und bei älteren Aufzügen muss bis zum 31.12.2020 ein funktionsfähiges Zweiwege-Kommunikationssystem nachgerüstet sein, über das man jederzeit einen Notdienst erreicht. Zudem muss für jede Aufzugsanlage ein Notfallplan vorliegen. Denn die Aufzugbetreiber werden jetzt Arbeitgebern gleichgestellt. Und kommt jetzt ein Aufzugbenutzer aufgrund einer Missachtung der Verordnung zu Schaden, wird dies zukünftig nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) geahndet.

Notruf in Aufzügen – was ist ein Zweiwege-Kommunikationssystem?

Im Anhang 1, Punkt 4.1 der BetrSichV ist festgelegt, dass der Betreiber einer Aufzugsanlage dafür zu sorgen hat, dass im Fahrkorb ein funktionierendes Zweiwege-Kommunikationssystem installiert ist. Außerdem über ein Notdienst zu jeder Zeit erreicht werden kann. Das bedeutet, nach der Betätigung des Notrufknopfes durch einen Fahrgast muss automatisch eine Verbindung zu einer permanent besetzten Stelle hergestellt werden. Diese Verbindung muss die Kommunikation zwischen dem Fahrgast und der Notrufzentrale ermöglichen. Die einfache Übermittlung eines Störsignals reicht nicht aus.

Fazit: Betreiber von Aufzügen ohne Zweiwege-Kommunikationssystem sollten schnell mit der Umrüstung beginnen, da es gegen Ende der Umrüstpflicht am 31.12.2020 vermutlich zu Engpässen kommen wird. Denn bei nicht fristgerechter Umsetzung droht eine Stilllegung der Aufzugsanlage.

Nehmen Sie mit uns gleich Kontakt auf:

Telefon: 08025/ 28127 0
E-Mail: info@szostecki.com

Notfallplan und Notbefreiungsanleitung:

Im Notfallplan ist festgehalten, wer die Befreiung durchführt. Dieser muss dem beauftragten Notdienst vor Inbetriebnahme der Anlage zur Verfügung stehen. Sachverständige der ZÜS (Zugelassene Überwachungsstelle) fragen die Inhalte des Notfallplans in einem Testanruf ab.

Idealerweise sollte der Notfallplan auch gut sichtbar an der Hauptzugangsstelle des Aufzugs angebracht sein, damit er vor Ort zur sofort einsehbar ist.

Die Notbefreiungsanleitung beschreibt, wie das Unternehmen die Befreiung durchführt. Mitarbeiter des Betreibers, beispielsweise der Hausmeister, können eine Notbefreiung abwickeln, wenn sie dafür ausgebildet wurden und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Notruf in Aufzügen: Folgende Informationen müssen im Notfallplan enthalten sein …

  • Verantwortlicher Betreiber (Arbeitgeber)
  • Standort der Aufzugsanlage
  • Personen, die eine Befreiung Eingeschlossener vornehmen können
  • Kontaktdaten der Personen, die erste Hilfe leisten können – hier kann auch die Notrufnummer 112 angegeben werden
  • Personen, die Zugang zur Anlage haben sowie
  • Notbefreiungsanleitung für die Aufzugsanlage

Genauere Informationen über die Inhalte eines modernen Notrufmanagements sind in der VDI 4705 zu finden.

Die Telekom stellt Anschlüsse auf VoIP um, was bedeutet das für Aufzugbetreiber?

Laut Telekom wird die Umstellung der Netzinfrastruktur auf eine IP-basierte Technologie auch Auswirkungen auf Anwendungen und Dienste haben, die man von Drittanbietern zur Verfügung stellt.

Dazu gehört unter anderem der Notruf in Aufzügen. Laufen diese Systeme bisher über analoge oder digitale Anschlüsse, muss der Betreiber sie auf IP-fähige Endgeräte umstellen. Das GSM-Netz wird als ausreichend sicheres Netz anerkannt.

Szostecki GmbH übernimmt!


AufzugstechnikService / Wartung
Notrufsystem
Umbau / Modernisierung
Aufzug Reparatur
Neubau