Wie ist ein Aufzug aufgebaut? Daten und Fakten:

Aufzug ist nicht gleich Aufzug. Denn es existieren verschiedene Bauarten von Aufzügen, die sich folglich hinsichtlich ihres Verwendungszwecks unterscheiden. Jede Gruppe weist Besonderheiten auf, die entsprechend folglich für die jeweiligen Anforderungen konzipiert sind. Zu den zentralen Bauformen gehören somit Personen-, Güter- und Behindertenaufzüge.

Grundlegende Unterteilung Bauarten von Aufzügen

Der Personenaufzug ist die verbreitetste Bauart. Er dient der Beförderung von Menschen. Aber auch von Objekten und Tieren.

Ein Güteraufzug ist jedoch nicht für Fahrten mit Menschen vorgesehen. Die Begleitperson lädt somit die Gegenstände in den Aufzug und nutzt anschließend folglich eine andere Beförderungsmöglichkeit für den Etagenwechsel. Demzufolge betritt man den Güteraufzug nur zum Entdladen wieder. Die Bedienung ist daher ausschließlich von draußen möglich.

Sonderformen des Güteraufzugs sind Wäscheaufzüge und Speiseaufzüge. Behindertenaufzüge sind speziell auf die Anforderungen gehbehinderter Menschen im Rollstuhl ausgelegt.

Wie wird die Sicherheit bei den Aufzügen gewährleistet?

Meistens halten vier bis acht Stahlseile die Kabine des Aufzugs. Die Stahlseile verlaufen über eine Treibschiene im oberen Teil vom Aufzugschacht.

Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, setzen die Konstrukteure ein mehrstufiges Sicherheitskonzept um. Reißt ein Seil, so stürzt der Aufzug nicht ab. Auf der anderen Seite der Treibscheibe befindet sich ein Gegengewicht. Über einen Motor dreht sich dann die Treibscheibe und lässt an der Richtung der Drehung erkennen, ob sich der Aufzug nach unten oder nach oben bewegt. Das Gegengewicht unterbindet ungewolltes Schaukeln der Kabine.

Damit der Aufzug nicht zu schnell fährt, ist ein Geschwindigkeitsbegrenzer integriert. Das Bauteil erkennt, wenn der eingestellte Maximalwert überschritten wird. Der Antrieb schaltet in diesem Fall elektronisch ab und die Kabine gelangt zum Stehen. An der Aufzugskabine ist eine Fangvorrichtung angebracht, die sich festklemmt – gleichzeitig schaltet sich der ebenfalls Aufzugsmotor ab.

Insbesondere der unkontrollierte Fall der Kabine wird durch den Geschwindigkeitsbegrenzer verhindert.

Neun Bauarten von Aufzügen

1. Personenumlaufaufzug

Der Personenumlaufaufzug ist nicht für den Gütertransport geeignet, denn er dient vorrangig der Beförderung von Menschen. Die Betriebsgeschwindigkeit beträgt maximal 0,3 m/s. Als Antriebsprinzip kommt ein Kettenrad mit Gliederketten zum Einsatz. Die Antriebseinheit beinhaltet ein Schneckengetriebe inklusive Triebwerksbremse und vorgelagertes Kettenrad sowie einen Motor. Über dem Fahrschacht befindet sich der Triebwerksraum. Die Förderhöhe ist nahezu beliebig anpassbar. Der Energiebedarf ist im Verhältnis zur Fördernutzung relativ gering. Trommelbremsen sorgen für die Sicherheit. Die Steuerung ist als einfache Relaissteuerung realisiert. Geführte Tragketten bilden die Absturzsicherung für die Fahrkörbe.

2. Mühlenaufzug

Der Mühlenaufzug ist ein Lastenaufzug, welcher in Getreidemühlen zum Einsatz kommt. Tragfähigkeiten von bis zu 200 Kilogramm sind bei einer Maximalgeschwindigkeit von 0,85 m/s möglich. Ausschließlich der Treibscheibenantrieb ist zulässig. Der Triebwerksraum befindet sich seitlich neben dem Fahrschacht oder direkt über dem Fahrschacht. Die Antriebseinheit besteht aus dem Getriebe, dem Motor, der Treibscheibe und der Triebwerksbremse.

3. Bauaufzug mit Personenbeförderung

Diese Bauform eignet sich vor allem für den vorübergehenden Einsatz auf Baustellen. Der Aufzug befördert Personen und Güter. Verschiedene Antriebsprinzipien sind vertreten. Mehrheitlich verfügen aber die Modelle über Zahnstange und Zahnrad. Ebenfalls sind auch Trommelantrieb und hydraulische Antriebe in Betrieb. Die Betriebsgeschwindigkeit und die Förderhöhe sind beliebig zudem konstruierbar.

4. Fassadenaufzug

Fassadenaufzüge kommen meist bei der Reparatur und der Reinigung von Fassaden zum Einsatz. Zentrale Antriebsprinzipien sind der Trommelantrieb und der Treibscheibenantrieb. Die Antriebseinheit besteht außerdem aus einem Drehstrommotor, einer Treibscheibe und einem Getriebe. Der Fahrkorb ist aber eine Schwebegondel. Eine Fangvorrichtung und eine Absturzsicherung sind daher erforderlich.

Thema: Bauarten von Aufzügen

5. Kleingüteraufzug

Der Kleingüteraufzug eignet sich folglich für den schnellen Transport von Gütern. Das maximal zulässige Gewicht hängt jedoch von der Konstruktionsform ab und kann daher bis zu 300 Kilogramm betragen. Der Fahrkorb weist eine Höhe von bis zu 1,2 Metern auf. Meistens wird diese Bauform für den Transport von Speisen genutzt. Häufige Antriebsprinzipien sind Trommelantrieb, Treibscheibenantrieb, Kettenantrieb und hydraulischer Antrieb.

6. Vereinfachter Güteraufzug

Der vereinfachte Güteraufzug ist mit Tragfähigkeiten von bis zu 2.000 Kilogramm erhältlich. Er erreicht Betriebsgeschwindigkeiten von maximal 0,3 m/s. Übliche Förderhöhen reichen bis zu 12 Metern. Seiltrommel, Kettenrad, Spindel oder Zahnstangen und hydraulische Antriebe sind verfügbar. Der Triebwerksraum befindet sich hier seitlich neben dem Fahrschacht oder direkt über dem Fahrschacht.

7. Lagerhausaufzug

Dieser Aufzug ist ein Güteraufzug, der in landwirtschaftlichen Lagerhäusern meist zu finden ist. Die Tragfähigkeit reicht somit bis zu 1.000 Kilogramm. Vor allem der Trommelantrieb ist in diesem Bereich verbreitet. Förderhöhen von bis zu 12 Metern sind hier gängig. Die Bauart ist relativ einfach und somit auf die Rahmenbedingungen der Landwirtschaft abgestimmt. Die Antriebseinheit besteht aus Motor, Getriebe, Seiltrommel und Triebwerksbremse.

8. Treppenschrägaufzug

Diese Aufzugsform ist auf die Bedürfnisse gehbehinderter Menschen abgestimmt. Der Transport erfolgt demzufolge auf Sitzen oder auch im Rollstuhl selbst. Häufige Antriebsarten sind ebenfalls Treibscheibe, Zahnrad-Zahnstangen Antrieb und Reibrad-Antrieb.

Bauarten von Aufzügen – und zu guter Letzt …

9. Senkrechtaufzug

Auf einer Plattform oder in nicht geschlossenen Kabinen erfolgt die Beförderung gehbehinderter Menschen. Einige Ausführungen kommen auch als Außenanlage zum Einsatz. Spindel Antrieb, direkt hydraulischer Antrieb und indirekt hydraulischer Antrieb sind hier die häufigsten Antriebsarten.

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