Der längste Aufzug der Welt – die beeindruckenden Fakten!

Wenn der 1.000 Meter hohe Jeddah Tower (ehemals Kingdom Tower) in Saudi-Arabien im Jahr 2020 eröffnet, wird er Dubais Burj Khalifa, bisher der höchste Wolkenkratzer der Welt, um 72 Meter überragen. Der Bau des Wahrzeichens kostet 1,4 Milliarden US-Dollar und wird Büros, ein Hotel, Appartements mit Service, luxuriöse Eigentumswohnungen und die höchste Aussichtsplattform der Welt beherbergen. Alleine die Entwicklungskosten für moderne Aufzüge lagen bei über 20 Millionen Euro, die finnische Firma KONE hat den Zuschlag für das Superprojekt erhalten und wird den höchsten Aufzug der Welt bauen.

Science Fiction wird Realität – die Herausforderung

Die Aufzugstechnologie ist eines der größten Hindernisse, das superhohen Gebäuden im Weg steht und eine wahnsinnige Herausforderung. Die Doppeldeckeraufzüge im Jeddah Tower werden mit einer Geschwindigkeit von mehr als 10 Metern pro Sekunde fahren und mit 660 Metern die längsten Aufzüge der Welt sein. Sehr hohe Aufzüge sind enormen und ungewöhnlichen Belastungen ausgesetzt, wie sie beispielsweise durch Windscherungen entstehen.

Traditionelles Stahlseil ist sehr schwer und in großen Höhen wird allein schon das Gewicht des Seils massiv. Zudem gibt es Probleme mit der Hitzeentwicklung, denn ein Aufzug, der im freien Fall abstürzt, bewegt sich unglaublich schnell. Denn das Stoppen erfordert ein Bremssystem, das 300 Grad Celsius aushalten kann. Dazu kommen natürlich noch Effizienz- und Kostenfragen. Der Jeddah Tower wird insgesamt 65 Aufzüge bekommen.

UltraRope Technologie – technische Meisterleistung beim Aufzugbau

KONE verwendet eine moderne Technologie namens UltraRope. Dabei besteht das Seil nicht aus Stahl, sondern aus einem Kohlefaserkern. Zusätzlich ist mit einer speziellen, hochreibenden Chemikalie beschichtet, die unglaubliche Hitze und Kraft aushält.

Dank dieser Beschichtung hält UltraRope doppelt so lange wie Stahlseile. Das Seil ist superleicht, wodurch man weniger Energie verbraucht, um es in ein Kilometer hohes Gebäude zu heben. Das Stahlseil eines 400 Meter langen Aufzugs wiegt 41.116 Pfund, die gleiche Länge des UltraRope-Kabels nur 2.579 Pfund. Zudem werden noch die neuesten People Flow Intelligence- und modernste Notfall-Evakuierungs-Lösungen zum Einsatz kommen.

Kommunikativer Aufzug ohne Knöpfe

Die Bewohner des Jeddah Tower werden in der Lage sein, per Telefon direkt mit den Aufzügen zu kommunizieren. Wenn sie ihre Wohnung verlassen, wird der Aufzug schon für sie bereitstehen.

Seit jeher waren die Knöpfe eines der prägnantesten Merkmale, auch für moderne Aufzüge, doch damit ist jetzt Schluss. Stattdessen bringt man außerhalb der Aufzüge Tastaturen an, mit denen die Fahrgäste ihr Ziel eingeben können. Der Vorteil liegt darin, dass Personen, die zum gleichen Ziel fahren, in einem Aufzug zusammengefasst werden können. Dadurch muss der er nicht mehr so oft anhalten, was nicht nur die Fahrt beschleunigt, sondern auch energieeffizienter ist.

Anstatt in die Höhe, geht es zuerst einmal in die Tiefe. Ein etwas über 300 Meter langer Minenschacht in Finnland aus dem Jahr 1897 nutzt man für den Test des Aufzugs. Denn die verlassene Mine wurde 2008 in eine Aufzugsprüfanlage umgebaut. Somit ist es die einzige Testanlage dieser Art weltweit, und obwohl die maximale Testtiefe nur 300 Meter beträgt, reicht sie aus, um die Technologie zu testen, die der Jeddah Tower benötigt. Geschwindigkeiten von 600 bis 1.000 Meter in der Minute können hier erzeugt werden. Für andere moderne Aufzüge ist das nur mithilfe von Computersimulationen möglich.

Die Szostecki GmbH

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