Aufzüge ohne Seil – wird das die Zukunft sein!?

Moderne Wolkenkratzer sind aus den Großstädten nicht mehr wegzudenken. Die Beförderung von Personen und Gütern in den Hochhäusern stellen die verantwortlichen Planer vor große Herausforderungen. Bis zu 50 % der Grundfläche eines Gebäudes muss für das Aufzugssystem eingeplant werden. Der bisher bewährte Seilaufzug stößt an seine Grenzen. Im Burj Kalifa in Dubai, dem bisher höchsten Gebäude der Welt, muss man beispielsweise zweimal umsteigen, um die höchste Ebene zu erreichen. Das Material der Tragseile kommt an seine Grenzen. Zu schwer für die ganze Strecke. Das Seil würde durch sein Eigengewicht reißen. Ist der Aufzug ohne Seil die Zukunft?

Renaissance im Aufzugsschacht: Die Transrapid-Technologie soll Aufzugsantrieb der Zukunft werden

Der elektromagnetische Antrieb beim Transrapid, entwickelt von der Siemens AG und ThyssenKrupp, konnte sich in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen nicht durchsetzen. Einzig in Shanghai fährt der Transrapid seit 2004.

ThyssenKrupp testet in Rottweil das Aufzugssystem Multi, das vollständig auf Seile verzichtet. Antrieb sind Linearmotoren. Daher schwebt der Aufzug durch den Schacht. Und hier soll die beim Transrapid entwickelte Antriebstechnik nun zu einer Revolution in der Aufzugsbranche führen.

2017 wurde das Aufzugssystem vom Time Magazin als eine der 25 besten Innovationen ausgezeichnet. 

ThyssenKrupp darf das Aufzugssystem noch nicht real zur Personenbeförderung einsetzen. Aber die erforderlichen Genehmigungen sollen bis 2020 vorliegen. Denn ein erster Kunde hat sich bereits gefunden. In Berlin will man einen 142 Meter großen, neuen Tower mit dem Multi ausstatten.

Laut ThyssenKrupp bietet der Multi viele Vorteile:

– Kürzere Wartezeiten: Mehrere Aufzüge können in einem Schacht betrieben werden

– Geringerer Platzbedarf

– Energieeinsparung von bis zu 60 %

– Aufzüge verkehren im Gebäude nicht nur vertikal, sondern auch horizontal

Ist der Aufzug ohne Seil nun tatsächlich die Zukunft?

Die Frage ist spannend und zum heutigen Zeitpunkt nicht klar zu beantworten. Denn auch beim Seilaufzug gibt es vielversprechende Ansätze. Beispielsweise versucht man mit neuen Materialien das Eigengewicht der Seile zu reduzieren und die Reißfestigkeit zu erhöhen. Ein normales Stahlseil reißt ab einer Länge von 4 – 5 km. Somit ist das Eigengewicht zu groß. Aber Hochleistungsstahlseile, wie sie z.B. bei Seilbahnen im Einsatz sind, können bis zu einer Länge von 30 km eingesetzt werden. 

Kohlenstoffnanoröhren scheinen die Reißfestigkeit noch einmal deutlich zu übertreffen, allerdings konnte bisher nur 1 m Länge hergestellt werden. Die Forschung nach dem „heiligen Gral“, das Material , das bei einen Weltraumlift zum Einsatz kommen könnte, entwickelt sich zu einem kleinen Wettlauf zwischen den Big Playern der Wirtschaft. Denn ein derart leistungsfähiges Seil bringt auch beim normalen Aufzugsantrieb große Verbesserungen. Auch in Wolkenkratzern könnten dann Seilaufzüge die ganze Strecke überwinden.

Welche Antriebstechnik wird sich in der Zukunft durchsetzen? Bleiben wir gespannt. Denn die Zukunft wird sicherlich noch das eine oder andere neue Patent mit sich bringen. Kurzum, es bleibt spannend wenn es um das Thema Aufzug ohne Seil geht.

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